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Ji Han-Jae wurde 1936 in Andong (Südkorea) geboren. Im Alter von 13 Jahren begann er, unter Yong Sul Choi eine Kampfkunst namens Yawara zu trainieren. Mit 18 Jahren lernte er einen Mann kennen, welchen er als "Taoist Lee" bezeichnet. Dieser unterrichtete ihn im koreanischen Fusstrittsystem Tae Kyon, im Kampf mit Lang- und Kurzstock sowie in taoistischen Meditations- und Energieübungen. Etwa zur gleichen Zeit lernte er seine spirituelle Lehrerin kennen, welche er "Grandma" nennt. Diese ermahnte Ji Han-Jae, welcher oft in Schlägereien verwickelt war, sein Leben zu ändern und wieder auf den guten Weg zurückzukehren. Grandma unterrichtete ihn in spirituellen Meditationsmethoden.
Nachdem er nach Seoul gezogen war und in kleinen Schulen sein Wissen weitergab, begann er ca. im Jahre 1958, die unterschiedlichen Stile, welche er von seinen Lehrern gelernt hatte zu einem neuen, ganzheitlichen System zusammenzufassen und mit seinen eigenen Erfahrungen weiterzuentwickeln. Dieses neue System taufte er "Hapkido".
Im Mai 1961 übernahm General Park Chung-Hee die Macht in Südkorea und wurde zum Präsidenten. Ji Han-Jae wurde die Erlaubnis erteilt, die militärischen Eliteeinheiten und die Leibwache des neuen Präsidenten in Hapkido zu unterrichten. Ji Han-Jae selber arbeitete während 18 Jahren für die Leibwache von Präsident Park.
Im Jahre 1969 reiste er im Rahmen eines Austauschprogrammes mit dem amerikanischen Pentagon in die USA und unterrichtete dort die Leibwächter von Präsident Nixon und CIA-Spezialeinheiten. Während dieses Aufenthaltes lernte er auch Bruce Lee kennen. Dieser war vom Können von Ji Han-Jae derart beeindruckt, dass er diesen bat, ihn zu unterrichten und ihn bei seinen Filmen zu unterstützen. Von 1972 bis 1974 wirkte Ji Han-Jae daher in verschiedenen Hong-Kong Filmen mit, u.a. in "Game of Death" mit Bruce Lee, in welchem Ji Han-Jae als einziger einen goldenen Gürtel tragen durfte, was in den chinesischen Kampfkünsten die höchste Ehre bedeutet. Ebenfalls wirkte er in "Hapkido" mit Samo Hung und Angela Mao (dieser Film wurde später in "Lady Kung Fu" umbenannt) und in "The Dragon Tamers" mit Jacky Chan.
1981 reiste Ji Han-Jae nach Hong-Kong, um seine Ausreise in die USA vorzubereiten. 1984 gelangte er schliesslich via Deutschland, wo er seine Schüler Kim Sou-Bong und Song Il-Hack traf, zur Westküste der USA, wo er in Daly City, in der Nähe von San Francisco, eine Hapkido Schule eröffnete. Dort verwendete er erstmals den Begriff "Sin Moo Hapkido". Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass er nun nicht mehr bloss die physischen Techniken (Hapkido) unterrichtete, sondern auch den spirituellen Aspekt (Sin Moo).
Seither gründete er an verschiedenen Orten in den USA Schulen.
Zur Zeit lebt Ji Han-Jae in New Jersey (USA) und unterrichtet
regelmässig Schüler aus der ganzen Welt.
Weitere Informationen über Dojunim und die Geschichte des
Hapkido
Videoclips von/über Dojunim:
Film
1 (mit Bruce Lee, "Game of Death")
Film
2 (mit Samo Hung, Angela Mao, Carter Wong, Wong in Sik,
"Hapkido")
Film
3 (Film von Merril Jung über Dojunim zu dessen 70.
Geburtstag)
Film
4 (Dojunim, 1961-1968)




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